Hintergrund
Der Ärztemangel ist in nahezu allen deutschen Krankenhäusern bereits Realität. Ein Großteil junger Ärzte zieht eine nicht klinische Tätigkeit der Arbeit im Krankenhaus vor oder wandert ins Ausland ab. Aktuell kann die Mehrheit der Kliniken den Personalbedarf an jungen Ärzten in Weiterbildung zum Facharzt nicht mehr decken.
Aufwendige Stellenanzeigen oder teure Vertretungsärzte auf Honorarbasis sind kurzfristige Notlösungen – nicht nur aus Kostenaspekten.
Um als Facharzt und somit selbstständig ärztlich arbeiten zu können, muss jeder Arzt nach dem Studium eine Facharztweiterbildung von üblicherweise sechs Jahren absolvieren.
Junge Ärzte wählen ihre Weiterbildungsstätte in einer Klinik - neben schwer veränderbaren Faktoren wie dem Standort und dem Ruf - vor allem auf Basis der dort angebotenen Qualität der Weiterbildung aus.
Die Meinungen von Kollegen und Chefärzten über die Weiterbildungsqualität einer Abteilung sind nicht immer verlässlich. Objektive Informationen fehlen.